Mit Agents arbeiten. Bewusst und nachvollziehbar.
Ein Agent braucht mehr als einen guten Prompt. Kontext, Werkzeuge und Entscheidungsgrenzen gehören zusammen.
Ein konkretes Ziel setzen
Beschreibe das Ergebnis statt einer langen Liste möglicher Aktionen. Gib dem Agenten die relevanten Quellen und nenne, was er prüfen soll. Je klarer der Auftrag, desto leichter kannst du das Ergebnis beurteilen.
Ein guter Agent-Auftrag enthält auch einen Endpunkt. Beschreibe, welches Artefakt du erwartest und woran du erkennst, dass es fertig ist: etwa eine Vergleichstabelle aus den bereitgestellten Unterlagen mit Quellen und offenen Punkten. Benenne anschließend die erlaubten Schritte. So bleibt der Handlungsspielraum verständlich, auch wenn der Weg zum Ergebnis mehrere Werkzeuge oder Zwischenstände umfasst.
Werkzeuge und Zugriff begrenzen
Ein Agent kann mit den Werkzeugen und Informationen arbeiten, die ihm im jeweiligen Kontext zur Verfügung stehen. Überlege vor dem Start, ob eine Aufgabe nur lesen, Entwürfe erstellen oder Daten verändern soll.
Trenne fachliche Fragen von Entscheidungen über eine Aktion. Für die fachliche Arbeit helfen Definitionen, Quellen und Beispiele. Für eine anstehende Änderung braucht der prüfende Mensch dagegen eine konkrete Beschreibung der betroffenen Objekte und der erwarteten Wirkung. Wenn der Agent diese Informationen noch nicht liefern kann, präzisiere den Auftrag oder lasse einen nachvollziehbaren Entwurf erstellen, bevor du die Aktion beurteilst.
AIOSAn Freigaben mitarbeiten
Wenn eine Aktion deine Entscheidung braucht, bleibt sie als Freigabeanfrage mit dem Lauf verbunden. Prüfe Absicht, betroffene Daten und erwartete Wirkung. Bestätige erst, wenn diese Punkte nachvollziehbar sind.
Übernimm Ergebnisse erst nach einer inhaltlichen Prüfung. Ein abgeschlossener Lauf beantwortet noch nicht, ob alle relevanten Quellen berücksichtigt wurden oder eine Empfehlung zu deinem Geschäftskontext passt. Frage bei Unklarheiten gezielt nach der Grundlage einer Aussage. Wiederkehrende Korrekturen zeigen, welche Angaben künftig schon in den Auftrag oder in die Konfiguration einer eigenen Funktion gehören.
Längere Arbeit im Blick behalten
Die native Agent Runtime hält laufende Arbeit, Ereignisse und Ergebnisse zusammen. Background Tasks können längere Aufgaben begleiten. Prüfe Status und entstandene Artefakte, bevor du auf ihnen aufbaust.
Zum Ausprobieren
Passe die Platzhalter an deine Aufgabe an. Das Beispiel ist eine Vorlage für deine Arbeit mit AIOS.
Ziel: [Konkretes Ergebnis]
Erwartetes Artefakt: [Dokument/Tabelle/anderes Ergebnis]
Fertig, wenn: [Prüfbare Kriterien]
Quellen: [Verbindliche Unterlagen und ergänzender Kontext]
Erlaubter Umfang: [Lesen / Entwurf erstellen / ausdrücklich benannte Änderungen]
Bei fehlenden Angaben: Kennzeichne die Lücke und beschreibe, was du zur Klärung brauchst.
Vor einer Entscheidung über eine Änderung: Beschreibe betroffene Objekte, bisherige und vorgeschlagene Werte sowie die erwartete Wirkung.
Abschluss: Liefere das Artefakt, seine Quellen und noch offene Punkte.Drei Arten von Aufträgen
| Umfang | Im Auftrag festhalten | Am Ergebnis prüfen |
|---|---|---|
| Lesen und analysieren | Welche Quellen und Fragestellungen gelten. | Belege, Widersprüche und Lücken. |
| Einen Entwurf erstellen | Format, Zielgruppe und gewünschter Ablageort. | Inhalt, Verständlichkeit und Verwendbarkeit. |
| Daten verändern | Welche Objekte und Änderungen zum Auftrag gehören. | Ob die tatsächliche Wirkung dem freigegebenen Ziel entspricht. |